Filmabend: Von Neonazis und Superhelden


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Über die Rechtsrockkonzerte in Themar und den Widerstand dagegen.

Themar hat mit mehreren großen Neonazi-Festivals Schlagzeilen geschrieben. Das bis heute größte Konzert fand im Sommer 2017 in der Thüringer Kleinstadt. Damals versammelten sich über 6000 Nazis aus ganz Europa. Die Neonazis konnten ungestört feiern, sich vernetzen und Hilter-Grüße zeigen. Auf der Bühne bei dem selbsternannten „Rock gegen Überfremdung“ standen auch Brandenburger Bands und die Berliner Band Lunikoff Verschwörung, welche auch personelle Überschneidungen zur Strausberger Rechtsrockband Exzess aufweist.

Der Film fragt, wie Themar zu einer Hochburg der rechten Musikszene werden konnte und wie sich die Kleinstadt seitdem verändert hat. Durch Themar geht seither ein Riss: zwischen Neonazis, ihren Gegnern und denen, die lieber wegsehen wollen. Aussergewöhnlich ist, dass sich in Themar ein bunter, lebhafter Protest gebildet hat, der kontinuierlich gegen die rechten Strukturen vor Ort vorgeht. Der Film zeigt aber auch Einblicke in eine rechte Parallelwelt, die sich vor Ort etablieren konnte. In Themar lässt sich wie durch ein Brennglas beobachten, wie gesellschaftlicher Rechtsruck funktioniert und wie kreativer Protest dagegen aussehen und wirken kann. So wird Themar zum Lehrstück für Demokratie und warum sie zu scheitern droht.

Die Veranstaltung ist der Auftakt für die folgende Lesung zum Thema Rechtsrock. Der Eintritt ist frei.

Wir sehen uns.