Chronik

Gesammelte Werke

Bilder, Videos, Flyer und Plakate aber auch Texte. Alles soll hier gesammelt werden. 

2011

2011 fanden bei uns vielfältigste Projekte, Workshops und Infoveranstaltungen statt.

Malern und Gestalten

Zur Abwechslung hat der Sportraum mal nicht nach Schweiß, sondern für einige Wochen nach frischer Farbe gerochen. Um die Atmosphäre ein bisschen freundlicher zu gestalten, wurde mit einigen Kids, die den Raum regelmäßig nutzen, ein Gestaltungskonzept entwickelt. Nach dem die Sprossenwände abmontiert, die Sandsäcke abgehangen und alle Geräte und Matten ausgeräumt waren, konnte das Malern beginnen. Auch die Toiletten der unteren Etage haben 2011 einen neuen Anstrich bekommen. Im Rahmen eines Schülerpraktikums entstand die Idee, auch hier kreativ zu werden. Es wurden sowohl freihändig bunte Motive gemalt als auch Stempel gebastelt, mit denen dann ein regelmäßiges Muster auf die vorher grundierte Wand aufgetragen wurde. Da sich noch eine große Farbauswahl in unserem Lager befand, gab es für diese Projekte kaum zusätzliche Ausgaben.

Garten

Viel hat sich verändert im Garten des Alternativen Jugendprojektes 1260 e.V. Im Frühling des Jahres 2011 machten sich erneut Menschen daran, die Winterstarre der Natur hinter sich zu lassen und den bereits im Vorjahr gepflegten Garten zu bewirtschaften. Einige Pflanzen, Obststräucher und die Kräuterspirale waren schon vorher angelegt worden. Im Jahr 2011 stand der Anbau von Gemüse im Vordergrund. Hierbei muss sich natürlich eigenverantwortlich mit den saisonalen Bedingungen, Bodenbeschaffenheit und den Ansprüchen der Pflanzen auseinandergesetzt werden, um eine erfolgreiche Ernte zu sichern. Es wurde umgegraben, ausgesiebt, ausgehoben, aufgefüllt, umgesetzt, abgemessen, viel überlegt, über Reproduktionsstrategien, Fotosynthese, invasive Arten, biotische und abiotische Faktoren diskutiert, und endlich auch etwas angepflanzt. Interessierte Besucher*innen des Alternativen Jugendprojektes blieben auch gerne mal stehen und ließen sich über das Projekt aufklären. Die gegenseitige Unterstützung und das voneinander lernen mit viel Freiraum für die eigenen Erfahrungen standen hierbei genauso im Mittelpunkt wie das Thema Nachhaltigkeit. Genau in diesem Sinne ist das Gartenprojekt angelegt. Mit dem bloßen Anbau war es natürlich noch nicht getan. Wenn geerntet werden konnte, wurden Kochworkshops organisiert. Hier konnte sich über Eigenschaften, Nährstoffgehalt, die Wichtigkeit von sekundären Pflanzenstoffen und Tricks und Kniffe der vegan/ vegetarischen Küche ausgetauscht werden, und am Schluss wurde alles aufgegessen. Hierfür wurden auch nochmal Schüler*innen der Lise-Meitner-Oberschule, der Anne-Frank-Schule und des Theodor-Fontane-Gymnasiums eingeladen.

Fotoworkshop

Im November begann ein Fotoworkshop, bei dem sowohl der Backstage-Raum für Besprechungen und Seminarteil, als auch das Fotolabor für die Entwicklung der Fotos genutzt wurde. Die 10 Teilnehmer*innen stellten für sich je eine „Kamera obscura“ her, mit deren Hilfe die physikalischen und chemischen Vorgänge der Fotografie verdeutlicht und die ersten Bilder aufgenommen wurden. Über mehrere Tage wurde dann mit verschiedenen Techniken experimentiert, Portraits und Landschaftsaufnahmen aus unserem Garten gemacht und selbst entwickelt. Da hier eine externe Finanzierung bewilligt wurde, entstanden dem AJP für die Materialien keine Kosten.

Sanitäterworkshop

Mit Hilfe des gemeinnützigen Vereins „Streetmedics – Sanitätsdienst Berlin-Brandenburg e.V.“ wurde ein Ersthelfer- bzw. Sanitätsworkshop durchgeführt. Jeder und jede durfte mal Schwerverletzte_r spielen und sich verarzten lassen, bzw. lernen, wie ein Druckverband angelegt wird und was bei Pfefferspray-Übergriffen zu tun ist.

Werkstätten

Die Werkstätten wurden auch dieses Jahr fleißig genutzt. Auch wenn es kein Großprojekt gab, Reparatur- und Verschönerungsbedarf findet sich immer irgendwo. So wurde die Hollywood-Schaukel Marke Eigenbau repariert und auch die im letzten Sommer aufgemöbelten Gartenmöbel wurden hier und da gemeinsam verbessert. Da sowohl Holz-, Kreativ- als auch Metallwerkstatt noch einiges an Materialien hergaben, mussten hier keine großen Anschaffungen getätigt werden. Auch die Fahrradwerkstatt wird – besonders in den warmen Monaten – oft genutzt. Hier stehen wir in Kooperation mit den Bewohnern des Flüchtlingsheimes in Garzau. Da sie sehr abgelegen von Strausberg wohnen, gibt es die Möglichkeit, eigene Fahrräder zu bauen und dadurch flexibler zwischen den beiden Ortschaften unterwegs zu sein.

Bibliothek

Da die große Bibliothek verkleinert wird und in einen neuen, kleineren Raum einzieht, wurde von einer Gruppe von Interessierten auch ein Konzept für die Nutzung und Inventarisierung derselben entwickelt. Dazu wurde ein Barcode-Scanner und Bibliothekssoftware angeschafft, um die Suche nach bestimmten Büchern zu erleichtern und möglichst jederzeit eine aktuelle Inventarliste abrufen zu können. Einmal im Monat trifft sich hie eine Lesegruppe, die sich z.B. mit Themen wie Gender bzw. Geschlechterrollen beschäftigt. Ein hausinternes Werbekonzept, was Lesemuffel umstimmen und die Bibliothek attraktiver machen soll, wird zurzeit erarbeitet.

Proberaum

Unser Proberaum wird rege von jungen Bands frequentiert – so kommt es auf dem Proberaumplenum schon mal zu Diskussionen, wer denn nun wann proben kann, da sich einige Bedürfnisse überschneiden. Da es Bestrebungen gibt, auch Aufnahmen im Proberaum zu ermöglichen, wurden bereits einige Stoffe gekauft, um die Akustik des Raumes zu verbessern.

BOrG

Die Beratungsgruppe für Opfer rechter Gewalt ist eine Initiativgruppe, die von Menschen aus dem Horte gegründet wurde. Ziel ist es, Betroffenen von rechter Gewalt zu unterstützen, indem zum Beispiel Kontakte zu Anwälten, psychologischer Beratung oder Kooperationspartnern wie der Opferperspektive vermittelt werden. Zurzeit sind Flyer und eine Homepage geplant, die unsere Arbeit erläutern und den Kontakt zu uns erleichtern sollen. Um jederzeit erreichbar zu sein, wurde ein Telefon angeschafft.

Weitere Aktivitäten

Am 1.6.2011 (internationaler Kindertag) unterstützten wir die Durchführung des Festes für die Kinder, die im Flüchtlingsheim Garzau untergebracht sind. Auch an der Kinder- und Jugendmesse der Stadt Strausberg nahmen wir mit einem Stand teil und machten mit unserer Graffiti-Wand die Messe etwas bunter. Im Oktober halfen wir bei der Absicherung der Theaterveranstaltung „Asylmonologe“, die im Restaurant „Zur alten Linde“ in Rehfelde stattfand. Kurz vor Weihnachten sank der Altersdurchschnitt des Hauses rapide, als mehrere Kindergartengruppen die ausgelegten Sportmatten im Konzertsaal nutzten, um einem Weihnachtstheaterstück zuzusehen.