Workshop Rechtsextremismus und Naturschutz

Zusammen mit der Fachstelle für Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) veranstaltet das Alternative Jugendprojekt 1260 e.V. am 31. August einen Einführungsworkshop zum Thema Rechtsextremismus und Naturschutz.

© Samuel Lehmberg, NaturFreunde Deutschlands

 

Umwelt- und Naturschutz waren immer auch schon Agitationsfelder für die politische Rechte. Lange Zeit war es sogar ein Kernthema rechter und konservativer Politik. Dabei wurde das Politikfeld mit der menschenverachtenden Ideologie der Rechten verknüpft, besonders zeigt das die „Blut- und Boden“-Ideologie des Nationalsozialismus, welche auf dem Ideal der bäuerlichen Landwirtschaft basierte. Heute wird Umweltpolitik mit alternativen Lebensstilen und linker Politik verbunden, was nicht zuletzt an den Anti-Kernkraft-Bewegungen der 80er Jahr liegt. Doch immer noch nutzen neue und alte Rechte Umweltpolitik, um Anschlüsse an die breite Gesellschaft zu bekommen.

Da zur Zeit immer mehr Menschen die ökologische Katastrophe bewusst wird, die die letzten Jahrhunderte Naturausbeutung gebracht hat, formiert sich dagegen breiter Widerstand. Um diesen Widerstand emanzipativ zu gestalten und in einem besseren Leben für alle münden zu lassen, ist es wichtig sich klar von Rechten abzugrenzen. Dafür müssen wir uns mit ihren Argumentationsmustern auseinander setzen.

Der Workshop führt allgemein in das Themenfeld ein. Die Teilnehmer*innen werden sensibilisiert für die historischen und die aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten Ideologien. Der Workshop versetzt die Teilnehmer*innen in die Lage, demokratiefeindliche und menschenverachtende Ideologien und Denkmuster im Natur- und Umweltschutz zu identifizieren. Darauf aufbauend erarbeiten und diskutieren wir mögliche Handlungsoptionen im Sinne einer Prävention und Intervention.

Die Teilnahme ist kostenlos. Start ist um 12 Uhr. Workshopdauer ca. 4 Stunden. Die Veranstaltung wird im Horte, in der Peter-Göring-Straße 25 in 15344 Strausberg stattfinden.

Theaterstück „Die vergessene Revolution“ im Horte

1918 – Eine Revolution. In Deutschland. Und erfolgreich.
2019 – Eine Revolution? In Deutschland? Und erfolgreich?

Die vergessene Revolution“ rückt die Novemberrevolution 1918 und ihre Errungenschaften für die heutige Demokratie wieder ins Gedächtnis.

Warum finden wir das aktuell wichtig?
Die bisherigen demokratischen Vermittlungs- und Aushandlungsinstitutionen werden immer mehr in Frage gestellt. Rechte, antidemokratische Parteien verzeichnen einen Stimmenzuwachs. Wir befinden uns auch heute wieder in einer Welt die quasi Kopf steht: Die geopolitischen Machtzentren ordnen sich neu; die industrielle Revolution 4.0 mit einem absehbaren Entwicklungssprung der Wirtschaft, die – wie das Aufkommen der Massenproduktion im letzten Jahrhundert – neue Herausforderungen für die Gesellschaft aufgibt, die weite Teile überfordern und verunsichern.

Was möchten wir mit dem Theaterstück?
In unmittelbarer Nähe zu den bevorstehenden Landtagswahlen im Land Brandenburg wollen wir zusammen mit dem Nö Theater mittels eines flammenden Plädoyers ein Augenmerk auf einen blinden Fleck der Geschichte, der Revolution 1918, legen. Wir wollen uns im Pubblikumsgespräch die Frage stellen: Wie soll eine lebenswerte Gesellschaft für alle aussehen? Wir unternehmen damit den Versuch, aus einem dokumentarischen Theaterstück neue Perspektiven auf unsere politische Zukunft zu entwickeln.

Wo: im Horte, Peter-Göring-Straße 25 in 15344 Strausberg

Wann: 20. August, Einlass 18 Uhr, Beginn 18.30

Eintritt frei.

 

Schauspiel: Soraya Abtahi, Natalie Buba, Anne K. Müller, Asta Nechajute, Sophie Roßfeld 
Inszenierung: Janosch Roloff
Lichtdesign: Marek Mauel, David Horster
Regieassistenz: Noelle Fleckenstein, Nele Schillo 
Dramaturgie: Felix Höfner
Flyermotiv: Nele Schillo

Ausstellungseröffnung „Keine Alternative“

Unsere Freund*innen und Genoss*innen vom VVN-BdA und der Verein „alternatives denken“ eröffnen am 14. August um 18 Uhr die Ausstellung „Keine Alternative“ in der Kreisgeschäftsstelle der Linken (Große Straße 45 in Strausberg).

Die Ausstellung analysiert die Ideologie der Partei „Alternative für Deutschland“ und die Beziehungen dieser Partei zu einer breiten völkischen Bewegung in Deutschland.

Die Ausstellung ist ein Aufruf und ein Weckruf, der AfD in aller Entschiedenheit entgegenzutreten.

Wir sehen uns da.

Wann wenn nicht… am 03.08.19 in MÜNCHEBERG

Der #WannWennNichtJetzt Marktplatz- & Konzerttourstopp in Märkisch Oderland #WannWennNichtJetzt wollen wir aufstehen für ein weltoffenes Märkisch- Oderland, in dem Chancengleichheit, Solidarität und Akzeptanz verbindende Werte sind. Für ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe, ganz gleich wie wir leben, wen wir lieben oder woher wir kommen. #WannWennNichtJetzt wollen wir laut und sichtbar eintreten für eine demokratische Zivilgesellschaft, in der kein Platz ist für Rassismus, Hass und Hetze, Gewalt und antidemokratische Parteien. Wie andere Regionen auch hat das Märkisch-Oderland mit einem massiven Rechtsruck zu kämpfen. Rassistische Ressentiments, autoritäre Einstellungen und faschistisches Gedanken“gut“ treten im Alltag immer offener und aggressiver zu Tage. Bisher Unsagbares wird ausgesprochen und viel zu oft toleriert. Bei den Europa- und Kommunalwahlen wurde die sogenannte Alternative für Deutschland mit ihrer menschenfeindlichen Ideologie stärkste politische Kraft. Deswegen wollen wir aufstehen gegen den Rechtsruck in unserer Region, als lebendiges, buntes und weltoffenes Märkisch-Oderland Farbe bekennen und anderen die Hand reichen, mit uns für eine menschliche und menschenwürdige Region einzutreten. Auf den Impuls der Aktivist*innen des Alternativen Jugendprojekts 1260 e.V. hin trifft sich die Initiative aus zivilgesellschaftlich engagierten Menschen seit März, um in Müncheberg ein demokratisches und antifaschistisches Fest auf die Beine zu stellen. Dabei ist die Initiative, die von der Stadt Müncheberg ausdrücklich unterstützt wird, in den letzten Monaten zu einem breiten gesellschaftlichen Bündnis herangewachsen. „Ziel war und ist es alle emanzipatorischen Kräfte aus der Region nachhaltig zusammenzubringen und gemeinsam ein gutes Leben für alle zu erstreiten.“ Sagt Stefanie Hinze, Pressesprecherin des Alternativen Jugendprojektes 1260 e.V.. „Selbstverständlich sind alle, die sich mit die Ideen und Zielen der #WannWennNichtJetzt-Kampagne und damit auch dem in Müncheberg agierenden Bündnis identifizieren am 3. August herzlich eingeladen.“#WannWennNichtJetzt sind Immer-Hier-Gewesene, Zugezogene und Rückkehrer*innen, die hier leben und gestalten. Und das soll auch so bleiben! Mit dabei: Kreis- Kinder- & Jugendring e.V & Mitgliedsvereine, Stadtpfarrkirche Müncheberg, Hofinitiativen & Landwirt*innen, Aktive aus Willkommensinitiativen, Vertreter*innen politischer Parteien, Haus des Wandels, Rückkehrerinitiative Thälmanns, Kulturschaffende, Laubenpieper*innnen und viele engagierte Einzelpersonen von Letschin über Strausberg bis Neuenhagen.

Ab um 12 Uhr fährt vom Horte ein Shuttle nach Müncheberg. Und am Abend wieder zurück. Kostenlos. See you.

#wann, wenn nicht jetzt

Wir beteiligen uns an der Kampagne #wann, wenn nicht jetzt (https://wannwennnichtjetzt.org/). Wir überlassen den Rechten nicht einfach das Feld und setzen uns für eine solidarische und offene Gesellschaft ein! Doch das machen wir nicht allein. Viele Vereine und Projekte aus Märkisch-Oderland machen mit. Zusammen organisieren wir am 3. August in Müncheberg ein Marktplatzfest, mit Musik, Diskussionen, Workshops, Markt- und Infoständen und vielem mehr. Also Terminkalender rausholen und vormerken. Wer mitmachen will, kann uns gerne anschreiben. Ihr könnt aber auch die Crowdfundingkampagne unterstützen und uns, sowie allen weiteren Mitstreiter_innen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen, die Kampagne ermöglichen. (http://www.visionbakery.com/wannwennnichtjetzt)

Venceremos!

 

Seminar Deutscher Kolonialismus

Am kommenden Samstag, den 8. Dezember holen wir das Seminar zum Thema „Deutscher Kolonialismus“ nach. Zusammen wollen wir uns die deutsche Kolonialgeschichte erarbeiten. Dabei wird diese, mit der anderer europäischer Staaten verglichen. Über Klärung der Rolle von Kolonien für das deutsche Kaiserreich wollen wir uns auch anschauen, wie viel diese zum Ausbruch des 1. Weltkrieges beitrugen und welche Bedeutungen die Kolonien nach dem 1. Weltkrieg hatten. Auch welche neuen Strategien die deutsche Politik genutzt hat, wie sich diese gewandelt haben und wie Deutschland bis heute Länder des globalen Südens in seiner Abhängigkeit behält, sowie daraus Vorteile zieht.

Auf letzteren Punkt gehen wir Januar, bei nächsten Seminar zu neuen kolonialen Strategien nochmal genauer ein.

Los geht es ab 11 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Start des Seminars wird gegen 12 Uhr sein und voraussichtlich 4-5 Stunden gehen. Kommt rum.